best before bei 68elf

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Cross Border D-NL

Best Before

Künstlerinnen und Künstler aus den Niederlanden und Niedersachsen:

Rudie Hoegen, Adrie Krijgsman, Elizabeth Catharina Simonides, Gejan Stol, Gerhart Herman Wijlage und ein Künstler aus der Region des Emslandes

 ab 4. 11. 2011 bei 68elf in Köln, im Media-Park


Im Rahmen des traditionellen Austauschs der Kunsthalle Lingen mit dem Centrum für Bildende Kunst in Assen in der Region Drenthe in den Niederlanden realisiert die Kunsthalle Lingen das Ausstellungsprojekt „Best Before.“ Es wurde konzipiert von den Künstlern Rudie Hoegen und Gert Wijlage und den Künstlerinnen Gejan Stol und Betty Simonides. Alle leben in Assen und arbeiten in einem dortigen Atelierhaus.

Das Konzept sieht vor, dass die genannten Künstler Werke von ihnen und von ca. drei weiteren Künstlerinnen und Künstlern in eine Kiste verpacken und diese Kiste per Transport nach Lingen gebracht wird. Zum Aufbau kommen die Künstler nicht, wie üblich bei Ausstellungen. Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen, wird die Aufgabe der Art und Weise der Präsentation der Arbeiten in der Kiste übertragen, allein sie entscheidet, ob alle Werke gezeigt werden – oder auch keines von ihnen – und wie sie jeweils präsentiert werden. Nach dem Ende der Ausstellung in der Kunsthalle Lingen wählt Meike Behm eine Künstlerin bzw. einen Künstler aus der Region des Emslandes aus, der die Kiste mit einem weiteren Kunstwerk bereichert. Dann wird die Kiste an eine Folgeinstitution geschickt. Hier ist es wiederum die Kuratorin / der Kurator, die / der entscheidet, was gezeigt wird und wie es gezeigt wird. Am Ende wählt sie / er wiederum einen Künstler, der die Kiste um eine Arbeit ergänzt … . Ebenfalls wird ein Pressespiegel hineingelegt, der dann im Rahmen der Folgestation ausliegt.

Das gesamte Projekt ist auf die Dauer für 1 Jahr angelegt und die Kunsthalle Lingen bildet den Auftakt zu dem Projekt. In Assen wird die Kiste mit den Kunstwerken im Beisein des Bürgermeisters der Stadt auf ein Auto geladen und nach Lingen transportiert.

Eine Website www.bestbefore.nu wird das Projekt begleiten, so dass auch die Besucherinnen und Besucher, die nur eine, wenige oder auch gar keine Station vor Ort sehen können, seinen Fortgang und seine Gestalt verfolgen können.

Inhaltlich beleuchtet „Best Before“ Fragen rund um das sogenannte Betriebssystem Kunst. Wie beeinflusst die Sichtweise der Kuratorin / des Kurators die Präsentation und die Vermittlung von Kunst – unabhängig vom Dialog mit ihren Urhebern. Wie verändert sich die Art der Präsentation von Ort zu Ort? Warum wird an welchem Ort welches Kunstwerk gezeigt und warum welches nicht? Eine Skulptur kann auf einem Sockel oder ohne Sockel gezeigt werden; ein Video groß an die Wand gebeamt oder auf einem Monitor präsentiert – welche Gründe sprechen für eine bzw. gegen eine andere Lösung? Malerei wirkt auf farbigen anders als auf weißen Wänden.

Am Ende werden alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler und Kuratorinnen und Kuratoren eingeladen und das Projekt wird der Stadt Assen eine Möglichkeit geben, internationale Kontakte und Netzwerke zu knüpfen.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Rudie Hoegen (geb. 1978)

www.rudiehoegen.nl

Rudie Hoegens künstlerische Arbeit beschäftigt sich oft mit Aspekten und Objekten des alltäglichen Lebens. Auf einem einfachen Karton steht die Sprechblase und sagt: Hier. Objekt und Text ergänzen sich, so dass das Wort eine doppelte Bedeutung erhält, denn im Französischen meint es „gestern“, im Niederländischen „Hier“. Insofern wird Ort und Zeit, ebenfalls in dem Karton angesprochen, der mal hier, mal dort stehen kann, reflektiert und das „Hier und Jetzt“ als vage und kontextabhängig thematisiert.

Adrie Krijgsman (geb. 1948)

www.adriekrijgsman.nl

Adrie Krijgsman arbeitet unter anderem in dem Medium „Philosophische Lesung“ und nutzt Poesie, Essay, Malerei, Installation und das Internet ergänzend. In seinem Werk thematisiert er Pluralismus als ein Ideal, sowohl im sozialen Sinne als auch bezogen auf die Kunst. Basierend auf einer Affinität für die anarchistische Methode des „Anything Goes“ des Philosophen Paul Feyerabend, versucht Adrie Krijgsman in seiner Kunst ebenfalls pluralistisch zu arbeiten und thematisiert hierüber den Prozess des „Trial and Error“.

Elizabeth Catharina Simonides (geb. 1952)

Im Rahmen ihrer Kunst, ihrer Malerei, stehen die Aktion oder eine Reihe an Aktionen im Vordergrund. Elizabeth Catharine Simonides ist fasziniert von dem Prozess, der sich auf der Oberfläche der Leinwand ereignet, wenn sie mit Pigment und unterschiedlichen Mitteln der Malerei arbeitet. Insofern steht ihre Malerei in der Tradition des „Action Painting“ und ist Ergebnis einer intensiven Wechselwirkung zwischen Künstlerin, Aktion und Leinwand, Farbe und Aktion.

Gejan Stol (geb. 1967)

www.gejanstol.nl

Gejan Stol arbeitet in den Medien Performance, Film und Installation. Ein wesentliches Merkmal ihrer Kunst besteht in der Veränderbarkeit, so entstand 2009 die Arbeit „Heart“, ein Windobjekt, das sich je nach Windstärke verändert. Inhaltlich thematisiert sie Erinnerung, Träume und physische sowie psychische Zustände, oft über allgemeingültige Symbole oder auch Klischees.

Gerhart Herman Wijlage (geb. 1953)

Gerhart Herman Wijlage arbeitet sowohl im Medium Malerei als auch im Bereich Film. Thematisch berühren seine Arbeiten Dynamiken zwischen intermedialen Bereichen, indem er ebenfalls Poesie, Essay und Philosophie in seine künstlerische Arbeit einbezieht, beispielsweise in Performances für Radio.

Cross Border NL-D

Best Before

Rudie Hoegen, Adrie Krijgsman, Herman Roozen,

Betty Simonides, Gejan Stol, Gert Wijlage

9 Juli tot en met 25 september 2011
 
In het kader van de traditionele uitwisseling tussen de Kunsthalle Lingen en het Centrum voor Beeldende Kunst in Assen wordt in de Kunsthalle Lingen het tentoonstellingsproject „Best Before“ gerealiseerd. Conzept en uitvoering stammen van de kunstenaars Rudie Hoegen, Betty Simonides, Gejan Stol und Gert Wijlage. Allen werkzaam in een ateliercomplex in Assen.
Het conzept houdt in, dat werken van deze kunstenaars en van Adrie Krijgsman en Herman Roozen per transport in een kist naar Lingen worden gebracht. De kunstenaars werken alle in verschillende disciplines. Schilderen, video, objectkunst, fotografie en installaties. Medezeggenschap over de inrichting van de tentoonstelling hebben de kunstenaars, zoals normaal gebruikelijk, echter niet. Slechts Meike Behm, directeur van de Kunsthalle Lingen zal de aard en wijze van de presentatie van de werken bepalen. Zij bepaalt of en welke werken getoond worden of in de kist blijven. Na afloop van de tentoonstelling wordt een kunstenaar uit de regio Emsland uitgenodigd één werk aan de kist toe te voegen. De kist wordt daarna naar een andere tentoonstellingsruimte getransporteerd. Hier volgt dezelfde procedure. Het totale project volstrekt zich gedurende een jaar volgens het gelijke principe van tentoonstellingsruimte naar tentoonstellingsruimte.
Best Before“ onderzoekt vragen rondom het thema kunstbedrijf zoals; hoe beinvloedt de zichtwijze van een curator de presentatie en inhoud van kunst? Hoe verandert de vorm van de presentatie zich van plek tot plek? Waarom worden in het ene huis deze en in een volgende tentoonstelling andere werken getoond en weer andere juist niet, mocht zich dat voordoen. Een object kan bijvoorbeeld met of zonder sokkel worden getoond, waarom? Een video kan groot aan de wand geprojekteerd worden of op een beeldscherm te zien zijn. Wat voor relatie gaan de toegevoegde werken met de reeds aanwezige aan? Welke redenen worden voor zowel de ene als de andere uitvoering door de verschillende curatoren aangehaald? Zijn er misschien ook huizen die een voortdurende verandering van de werken verlangen? U kunt het allemaal volgen op de website www.bestbefore.nu die dit project inzichtelijk zal maken, maar komt u toch vooral naar de eerste uitvoering in de Kunsthalle Lingen.


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